Knobi IDM-Supersport Vizemeister 2011 und Sieger beim IDM-Finale in Hockenheim – Lino auf P5 „abgeräumt“

Knobi IDM-Supersport Vizemeister 2011 und Sieger beim IDM-Finale in Hockenheim – Lino auf P5 „abgeräumt“

PRESSEMITTEILUNG vom 19. September 2011

Schon das Qualifying beim IDM Finale in Hockenheim war an Spannung kaum zu überbieten. Zwei Minuten vor Schluss stand Knobi auf Pole, wurde dann noch durchgereicht auf Rang 4, und unterbot schließlich in der letzten Minuten mit einer sensationellen Rundenzeit von
1:29,112 noch den bestehenden SSP-Streckenrekord von Michael Ranseder (2010) um über 2/10tel Sekunden – Pole Position! Für David Linortner lief das Qualifying nicht ganz so gut. Der Abbruch von QP2 nach dem Sturz eines Konkurrenten brachte den Trainingsplan von Lino durcheinander, der starke Verkehr, der in den letzten Minuten auf der Strecke herrschte, behinderte zusätzlich. Lino konnte die starken Zeiten vom Freitagstraining nicht bestätigen, Ergebnis: Rang 10 und Start aus Reihe drei.

Race1:
Der Voitsberger Günther Knobloch konnte heuer erstmals den Start gewinnen, den überwiegenden Anteil des Rennens leistete er auch die Führungsarbeit. Zwischenzeitig führte kurz Daniel Sutter, die letzten Runden lag der Meisterschaftsleader Jesco Günther in Front, der sich mit dem Sieg am Samstag schließlich auch den Titel der IDM-Supersport vorzeitig sichern konnte. Mit weniger als 2/10tel Sekunden Abstand folgte Daniel Sutter – Knobloch belegte mit 8/10tel Sekunden
Rückstand auf den Sieger Rang drei.
David Linortner fuhr ein starkes Rennen, bei dem Versuch den siebt platzierten Jan Bühn zu überholen war der Wiener auf der Bremse jedoch etwas zu optimistisch, und kam beim Anbremsen auf die Querspange zu Sturz – das Rennen war damit für ihn vorzeitig beendet.

Race2:
Die ersten zwei Runden an der Spitze waren von Positionskämpfen geprägt – GP-Sieger Lukas Pesek, Günther Knobloch und Daniel Sutter führten das Rennen jeweils kurz an. Bereits in Runde drei setzte sich der Schweizer Daniel Sutter von der Verfolger Gruppe, die von da an aus Jesco Günther, Lukas Pesek und Günther Knobloch bestand, deutlich ab. Nach kurzem Gerangel übernahm Knobloch in der Gruppe das Zepter, und konnte in den folgenden Runden über eine Sekunde zwischen sich und seine Verfolger legen. Sutter seinerseits hatte zu dem Zeitpunkt aber bereits mehr als 4 Sekunden Vorsprung auf Knobloch herausgefahren. In der Schlussphase des Rennens schloss Knobloch aber doch
noch zu dem Führenden Daniel Sutter auf, und was dann folgte, war das wohl die kurioseste
Zieldurchfahrt der letzten Jahre:

Knobloch: „Ich wollte mein letztes IDM-Rennen noch unbedingt gewinnen, da Daniel zu Rennmitte aber schon einige Sekunden Vorsprung herausgefahren hatte, schätzte ich meine Chancen zwischenzeitig nicht mehr als all zu hoch ein. Am Drücker blieb ich trotzdem, einen argen Schnitzer durfte ich mir ja so und so nicht mehr leisten, da ich ja wenn Sutter gewinnt ja zumindest auf Rang zwei über die Ziellinie kommen musste, um Vizemeister zu werden.

Zu dem dachte ich mir schon, dass es bei der Speed die Daniel in den ersten Runden vorgelegt hatte, in der Schlussphase des Rennens für seine Reifen durchaus knapp werden könnte. In den letzten drei Runden kam ich dann auch mit riesen Schritten näher, Eingangs der letzten Runde sah ich dann, wie arg Daniels Reifen abgebaut hatte. Ab da war ich mir sicher, das Rennen noch gewinnen zu können. Beim Anbremsen in der letzten Runde auf die Sachs Kurve war ich noch nicht knapp genug dran, in der Opel Kurve legte ich mir Daniel zu Recht. Da er die Innenlinie sauber abdeckte, holte ich von außen Schwung.
Daniels Supersoft Reifen war am Ende, ich konnte am Kurvenausgang innen locker vorbei ziehen. Daniel wird wohl meinen Angriff befürchtet haben, und zog als er schon auf der Geraden war von ganz links außen plötzlich nach innen - wohl um meine Beschleunigungslinie zu sperren. Ich war zu dem Zeitpunkt aber schon vorbei, dadurch fuhr er mir mit seinem Vorderrad nur noch hinten in meinen Kettenspanner, und kam dabei spektakulär zu Sturz.
Da Daniel ein Fighter ist, hatte ich aber schon mit einem aggressiv gefahrenen Abwehrmanöver gerechnet, und bin mit gut 2 Metern Platz nach innen bei ihm vorbei gefahren. Offensichtlich ein taktisch kluges Manöver - sonst hätte ich auf den letzten Metern wohl noch zudrehen müssen, und wäre auch in Sturzgefahr gekommen. Schade für Daniel, das Manöver und der Sturz war aus meiner Sicht aber nicht nur für uns beide gefährlich, und letztlich für ihn auch mit großem Materialschaden verbunden, sondern auch sinnlos. Mir hätte ohnehin auch Rang zwei für den Vize Titel gereicht. Das Finale mit einem Sieg abschließen zu können ist natürlich immer genial, insbesondere heuer für mich, da es voraussichtlich mein letzter IDM Lauf war.“

Linortner: „In Lauf eins hatte ich den Bremspunkt von Jan Bühn wohl falsch eingeschätzt – den Sturz muss ich wohl auf meine Kappe nehmen. In Lauf zwei wollte ich daher einfach ein solides Rennen abliefern, damit ich Rang vier in der Gesamtwertung noch ins Ziel bringen konnte. Bis zur letzten Runde sah es auch ganz danach aus – ich konnte mich mit überschaubaren Risiko auf Rang 5 nach vorne fahren, bremste die Sachskurve wie immer an, als mich plötzlich Dominik Vincon von innen abräumte. Zum Glück habe ich mich nicht verletzt, leider hat mir seine sinnlose Aktion aber den vierten Gesamtrang gekostet, und auch wieder einiges an Materialschaden verursacht. Schade um das Ergebnis – es war aber auch so eine tolle Saison mit drei Podiumsplatzierungen und gegenüber dem Vorjahr (Platz 19) habe ich mich um 14 Plätze in der Gesamtwertung verbessert. Gesamtrang 5 war mehr, als wir uns im Vorfeld vorgenommen hatten – ich glaube, ich darf nicht unzufrieden sein.“


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