IDM SUPERBIKE auf dem TT Circuit Assen: van Ginhoven und Smrz feiern

IDM SUPERBIKE auf dem TT Circuit Assen: van Ginhoven und Smrz feiern
Matej Smrz (Yamaha / ÖHLINS), hier im Kampf mit BMW-Pilot van Ginhoven, holt in Assen endlich wieder viele Punkte

Ghisbert van Ginhoven (RAC Racing BMW) und Matej Smrz (Yamaha Motor Deutschland by Monster Energy / ÖHLINS) haben sich beim fünften Saison-Wochenende der IDM SUPERBIKE im niederländischen Assen vor 7.500 Zuschauern die Siege geteilt. Der Lokalmatador und der junge Mann aus der Tschechischen Republik fuhren bei bestem Motorradwetter um die 20°C jeweils knappe, aber hart erkämpfte Triumphe ein. Im ersten Lauf komplettierten die BMW-Piloten Erwan Nigon und Troy Herfoss das Podest, am Nachmittag waren es van Ginhoven und Herfoss, die erneut mit auf das Treppchen durften.

Führungswechsel in Lauf 1

Der erste Lauf der IDM SUPERBIKE musste in zwei Teilen ausgetragen werden. Nach einem Sturz von Karl Muggeridge wurde abgebrochen - die Honda CBR 1000 RR brannte nach mehreren Überschlägen lichterloh völlig ab. Erst nach der Löschaktion konnte der Rennbetrieb wieder aufgenommen werden. Für Muggeridge war an ein Weiterfahren nicht zu denken.

Beim Re-Start waren es Matej Smrz aus der Tschechischen Republik und Dario Giuseppetti (Dcuati / ÖHLINS) aus Berlin, die am besten wegkamen. Auf den ersten Runden sah es auch so aus, als würde sich das Yamaha-Ducati-Duo vorn etwas absetzen, aber schon bald gab es eine Achtergruppe, die um den Sieg kämpfte. Van Ginhoven übernahm wenige Runden später die Führung und wollte sein Heil in der Flucht versuchen. Smrz versuchte zwar das energisch zu verhindern, doch als der Niederländer eine weitere Kohle anlegte und das Tempo erhöhte, hatte keiner der Konkurrenten mehr eine Chance. Van Ginhoven fuhr einen Vorsprung von 3,343 Sekunden heraus und seinen ersten IDM-Sieg überhaupt nach Hause.

Erwan Nigon vom van Zon - alpha Technik - BMW Racing Team holte sich den zweiten Platz. Damit konnte der Franzose auch die Führung in der Gesamtwertung der IDM SUPERBIKE übernehmen, denn Titelkonkurrent Michael Ranseder patzte mit dem 13. Rang. Dank eines Gaststarters - Kevin Valk wurde Achter - erntete der Österreicher allerdings Punkte für Platz zwölf. Smrz musste in der letzten Runde noch seinen sicher geglaubten dritten Rang an Troy Herfoss abgeben. Der Tscheche hatte einen Fehler eingebaut und Herfoss nutzte seine Chance. Damit stand er als Teamkollege von Sieger van Ginhoven mit auf dem Podest.

Smrz beendet sein Tief

Matej Smrz konnte im zweiten Lauf der IDM SUPERBIKE in Assen sein Tief beenden. Der Yamaha-Pilot hatte in Österreich vor wenigen Wochen einen „Doppel-Nuller“ geschrieben, das letzte Podest lag gar bis Oschersleben im Mai zurück. Nachdem der Tscheche im ersten Lauf das Treppchen nur knapp verpasste, gab es im Nachmittagsrennen den wohlverdienten Sieg.

Die Führung wechselte in diesem Rennen sechs Mal. Den besten Start hatte noch Lokalmatador Arie Vos vom neunten Platz aus erwischt, doch schon Eingangs „de Strubben“ ging Karl Muggeridge vorbei. Im zweiten Umlauf übernahm Smrz die Front und musste sich nun der Angriffe einiger Konkurrenten erwehren. Bei Halbzeit war van Ginhoven vorbei gegangen, Smrz konterte einen Umlauf später. Dann mischte sich Herfoss in den Kampf ein, Smrz ließ sich aber nicht lange locken und ging wenig später wieder am Australier vorbei in Führung. Am Ende siegte er mit einer halben Sekunde Vorsprung auf van Ginhoven und Herfoss.

Erneut wechselte in diesem Lauf die Führung in der Gesamtwertung, denn Erwan Nigon, der um den Sieg mitkämpfte, feuerte seine BMW S 1000 RR in Runde 13 in die niederländische Botanik. Der Franzose blieb unverletzt, die Maschine war krumm. Michael Ranseder konnte mit einem hart erkämpften achten Rang die Führung zurückholen - und kam in den Niederlanden quasi mit einem blauen Auge davon.

Ranseder hat nach 10 von 16 Rennen 163 Punkte auf dem Konto. Nigon (157) und Jörg Teuchert (150) liegen in unmittelbarer Schlagdistanz zum Leader. Gareth Jones (126), Matej Smrz (119) und Troy Herfoss (107) müssen sich zwar strecken, wenn sie um den Titel noch ein Wort mitreden wollen, aber die Chancen darauf sind mehr als theoretischer Natur: 150 Punkte sind in den kommenden sechs Rennen noch möglich.

Ergebnisse

9. Lauf: 1. Ghisbert van Ginhoven (NED) 27:57,933, 2. Erwan Nigon (FRA) +3,343, 3. Troy Herfoss (AUS/alle BMW) +7,043, 4. Matej Smrz (CZE/Yamaha) +7,226, 5. Dario Giuseppetti (Berlin/Ducati) 13,359, 6. Jörg Teuchert (Hersbruck/BMW) +13,537

10. Lauf: 1. Smrz 28:05,223, 2. van Ginhoven +0,474, 3. Herfoss +3,532, 4. Teuchert +15,046, 5. Gareth Jones (AUS) +15,474, 6. Arie Vos (NED/beide BMW) +15,493

Punktestand nach 10 von 16 Läufen: 1. Ranseder 163, 2. Nigon 157, 3. Teuchert 150, 4. Jones 126, 5. Smrz 119, 6. Herfoss 107

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